Gewaltfreie Kommunikation nach M.B. Rosenberg
Wer betrachtet seine Sprache schon als „gewalttätig“? Gewalt ist schließlich etwas, das weh tut.
Worte können verletzen. Sie können tiefe Wunden reißen, die noch nach Jahren schmerzen, deren Narben in unserer Seele nie verschwinden.
So manche körperliche Verletzung, wenn sie das Ergebnis eines Unfalls oder einer sportlichen Betätigung ist, heilt vollständig aus. Wie viele Verletzungen durch Worte tun das, gerade wenn es eine achtlos hingeworfene Bemerkung war?
Durch die gewaltfreie Kommunikation, entwickelt von M.B. Rosenberg, können wir unseren sprachlichen Ausdruck und unserer Art zuzuhören umgestalten. Wir können lernen, uns ehrlich und klar auszudrücken und dabei unseren Gesprächspartnern respektvolle Aufmerksamkeit zu schenken. Statt routiniert und automatisch zu reagieren, geben wir bewusste Antworten.
Über unsere Sprache entwickeln wir uns selbst und unsere Haltung anderen Menschen gegenüber, so dass ein freudvolles und reiches Miteinander möglich ist.
Grundausbildung
Für die Grundausbildung in Gewaltfeier Kommunikation orientiere ich mich in Inhalt und Aufbau am Standardwerk M.B. Rosenbergs, das in deutscher Sprache verfügbar ist: Gewaltfreie Kommunikation Eine Sprache des Lebens aus dem Jungfermann Verlag (ISBN 3-87387-454-7).
Der besondere Schwerpunkt liegt darauf, innerhalb des Prozesses zu ermitteln, wessen Gefühle und Bedürfnisse als (vermeintlich) eigene aufgenommen und gelebt werden (siehe Einheit 5). Ebenso wichtig ist die Fragestellung, welche eigenen Gefühle und Bedürfnisse nicht erkannt und gelebt werden und was aus diesen wird.
Üben, wahrnehmen, fühlen – 12 Tage als Geschenk an sich selbst und die Gruppe.
- Wie können wir von Herzen geben? Woher kommt die Freude am einfühlsamen Geben und Nehmen? Die vier Komponenten der Gewaltfreien Kommunikation: Wie drücke ich mich mit ihrer Hilfe aus und höre empathisch zu?
- Wie kann Kommunikation unser Einfühlungsvermögen blockieren? Was lösen moralische Urteile, Vergleiche, Lob und Strafe aus? Wann ist eine Bitte eine Bitte, wann ein Forderung?
- Wie beobachte ich, ohne zu bewerten? Wann gebe ich Verantwortung ab und anderen die Schuld? Erkenne ich meine Bedürfnisse als Basis meiner Gefühle?
- Wie nehme ich meine Gefühle wahr und drücke sie aus? Was sind Pseudogefühle und was nutzen sie uns? Will ich die Verantwortung für meine Gefühle übernehmen? Wie mache ich das?
- Meine, deine, unsere Gefühle und Bedürfnisse – Wie erkenne ich, was zu mir gehört? Welche Gefühle und Bedürfnisse anderer übernehme und lebe ich? Was ist ein kollektives Feld und welche Wirkung hat es auf mich? Wie grenze ich diese Dinge klar und zuverlässig ab?
- Wie bitte ich um das, was mein Leben bereichert? Welche verschiedenen Formen der Bitte gibt es?
- Was ist Empathie? Welche Macht hat sie? Was tun, wenn eigener Schmerz die Fähigkeit zur Empathie blockiert? Wann zeige ich meine Verletzlichkeit? Wie kann ich ein „nein“ empathisch hören?
- Wie baue ich einen einfühlsamen Kontakt mit mir selbst auf und halte ihn? Wie komme ich von einem „ich muss“ zu einem „ich habe frei gewählt“?
- Was ist Henne, was ist Ei? Wie unterscheide ich zwischen Anlass und Ursache meines Ärgers und dem anderer? Auf welchem Ohr höre ich da?
- Was ist Macht? Darf ich Macht ausüben? Übe ich Macht über jemanden aus oder mit jemandem? Welche innere Einstellung habe ich zur Macht?
- Wie befreie ich mich selbst, werde von anderen unterstützt und unterstütze selbst? Was sagen mein innerer und mein äußerer Mediator dazu?
- Wie schätze ich mich selbst und andere Wert? Auf welche Art drücke ich meine Anerkennung aus? Mit welcher Absicht tue ich das?
Herzlich Willkommen!

